Was und wer steckt und steht hinter dem Namen?

Es ist der Lichtensteiner Holger Wettstein, der all meine Lieder komponiert, textet und produziert. Ich möchte ihn hier mit einem kleinen Interview etwas besser vorstellen.

Erzähl doch mal, wie bei dir ein Song entsteht!

Die Idee dazu ist viel wichtiger als Technik. Deshalb muss ein guter Song auch mit Klavier oder Gitarre klingen. Entscheidend für mich ist der Aufhänger. Manchmal ist das eine schmissige Textzeile, manchmal eine Melodielinie oder auch nur ein Rhythmus bzw. Sound. All das gibt mir eine sogenannte Initialzündung. Und dann muss ich los schreiben.  Danach bleibt der Song erst mal liegen. Und nach einer gewissen Zeit und Distanz stelle ich entweder fest, dass es eine runde Sache ist, oder die Feinarbeit, das Handwerk beginnt, bis ich zufrieden bin.

Kann ich auch mit einer eigenen Idee zu dir kommen?

Ja, selbstverständlich. Im persönlichen Gespräch findet man heraus, ob die Chemie stimmt, oder ob das nur ein „Auftragswerk fürs Geld“ wird. Die erste Variante ist mir lieber. Doch dazu muss man sich kennen lernen. Da spielt auch die nonverbale Kommunikation, die eventuellen gemeinsamen „Geschmäcker“ und Interessen eine Rolle.

Darf ich auch einen fertigen Text bringen?

Kein Problem. Viele sagen, ich würde sogar anders komponieren, wenn es nicht mein Text ist. Manchmal wird hier und da noch ein Wort geändert, weil es besser zur Musik oder zum Rhythmus passt. Aber nur in Absprache mit dem Texter! Denn es soll sein Text bleiben. Natürlich müssen die Worte mich emotional, sprachlich und von der Idee her ansprechen.

Und was, wenn der Song mir nicht gefällt?

Da suchen wir nach besseren Lösungen. Manchmal wird ein Teil neu geschrieben. Im ungünstigsten Fall lassen wir es sein . Aber das ist noch nie passiert.

Okay, dann haben wir einen geilen Song, aber er ist mir viel zu hoch zum Singen...

Hier setzt dann die Technik ein. Per Knopfdruck kann man die Tonart  auf dem Computer verändern. Live eingespielte Instrumente, wie Gitarre u. ä., müssen dann natürlich neu aufgenommen werden. Aber wenn wir uns kennen lernen, teste ich den Stimmumfang schon im Vorfeld aus. Man kann mir auch CDs mitbringen, wo man hören kann, wie die Stimme klingt oder in welche Richtung das neue Lied gehen soll. Das alles geschieht bei uns zu Hause in vertrauter Atmosphäre bei Kaffee oder Abendbrot. Außerdem ist meine „Lebensabschnittsbevollmächtigte“ Gabi eine gute Sängerin, die einem Anfänger im Studio viele gesangliche Tipps geben kann. Auf Wunsch singt sie auch selbst Background.

Das klingt alles sehr erfahren. Für wen arbeitest Du denn so?

Ich habe mich hauptsächlich auf den Nachwuchsbereich orientiert. Also Leute, die nicht die Kohle haben, um ein großes Studio zu mieten. Viel Erfahrung habe ich mit Jugendlichen. Ich arbeite ohne Zeitdruck. Es ist wunderbar zu sehen, wenn jemand durch meine Unterstützung dann erste Erfolge verzeichnet und vielleicht wieder zu mir zurückkehrt, was nicht zwangsläufig sein muss.

Wenn ich etwas von Dir schreiben und dann produzieren lasse, kann mir dann ein anderer Sänger diesen Titel klauen und selbst damit Erfolg haben? Kann man sich auch davor schützen?

Das kann natürlich immer passieren. Aber hinter mir steht ein Verlag, bei dem die Songs angemeldet werden und auch rechtlich geschützt sind. So kann ich mich voll auf die künstlerische Seite konzentrieren. Danke an Ulrich Gnoth.

Letzte Frage. In welcher Form erhalte ich am Ende meinen Song?

Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Normalerweise ist das eine CD mit allen Versionen, d.h. Playback, Halbplayback, Clubmix etc. Es kann natürlich auch eine Mini-Disk oder DAT-Kassette sein. Auf Wunsch lassen sich von dem Song Noten ausdrucken für eine Live-Band. Wir können auch eine Auflage erstellen, die dann richtig mit Labelcode, Cover und Booklet ausgestattet ist.  Die Grafische Komponente übernimmt dabei:

Danke für das Interview. Vielleicht sind nun einige neugierig geworden auch mal etwas Eigenes zu singen.

Kontakt zu Holger Wettstein